27. Januar 2015

Ein gemütliches Abendessen oder jeder Gang macht schlank



So gegen sechs Uhr wird der Kleine unruhig und verlangt – mal mehr, mal weniger lautstark- nach seinem „Mamamam“. Als vorbildliche Mutter macht man sich selbstverständlich gleich an die Arbeit und bereitet einen (hoffentlich) leckeren Brei zu. 

Just in diesem Moment fällt der Großen natürlich auch ein, dass sie unbedingt jetzt sofort auch etwas essen muss. Fünf Minuten warten? Wozu?

  Also schalte ich meine Ohren auf Durchzug, um dem Gebrüll des Kleinen zu entkommen und schneide schnell eine Scheibe Brot ab. „Was magst du denn auf das Brot drauf haben?“ 

„Frischkäse! … nein lieber Butter mit Brombeermarmelade! … oder Salami! … ach nein, doch lieber Käse. Aber nur auf die eine Hälfte!“

Während der ausschweifenden Überlegungen decke ich schon mal den Tisch, setze den Kleinen in den Hochstuhl, ziehe ihm das Lätzchen an und bringe das Brot zum Tisch.

„Weißt du jetzt schon, was du auf die andere Hälfte haben möchtest?“ „Mamamam“ (das war der Kleine) Ihm stecke ich schon mal den ersten Löffel Brei in den Mund.
„Marmelade! … oder doch lieber Frischkäse!“

Ich stehe also auf und hole die gewünschten Beläge an den Tisch, stecke dem Kleinen wieder einen Löffel Brei in den Mund und belege das Brot der Großen. Beide essen! Nach etwa einer Minute: „Mama, ich habe Durst!“

Also gehe ich in die Küche, hole den lila Becher, bringe den Apfelsaft und das Mineralwasser zum Tisch. „Heute mag ich lieber den Becher mit der Meerjungfrau!“. Wieder geht es zurück und ich komme mit dem richtigen Becher zurück! 

„Mamamam“ – wieder ein Löffel Brei für den Kleinen, schnell die Apfelschorle mischen und die Ruhe genießen! 

„Maaaamaaaa??? Kriege ich noch eine zweite Portion?“ Und schon beginnt das Ganze von vorne. Ewige Überlegungen, was denn diesmal aufs Brot soll. Zum Glück steht das Trinken schon auf dem Tisch. Ich mache mich auf den Weg in die Küche, um die zweite Scheibe Brot zu holen. 

Platsch! Das war ein Löffel voll Brei, an den der Kleine irgendwie rangekommen ist und der nun auf dem Boden verteilt ist. Also bringe ich noch einen Lappen mit, denn nichts ist nerviger als angetrockneter Brei auf dem Boden. Der wird so hart, dass er nie mehr abgeht. Also heißt es, schnell handeln…

„Mama? Hast du keinen Hunger?“

Nach gefühlten drei Stunden, die in Wirklichkeit nur 30 Minuten waren, ist das Abendessen beendet. Wegräumen kann man ja alles, wenn die Kinder im Bett sind…. 
WENN…

Wie läuft euer Abendbrot ab??? Bitte sagt mir, dass es bei euch auch so ist... ;-)

1 Kommentar:

  1. Hihi,

    ja, gemütlich ist anders :) Wir haben ja "erst" ein Kind mit am Tisch, aber unser großer Kleiner (1 Jahr alt) ißt in letzter Zeit auch nicht mehr ohne Weiteres das, was man ihm vorsetzt. Und schon gar nicht das, was am Vortag noch mit großem Genuss verspeist wurde! Aufessen ist auch out, Runterschmeissen oder Auf-den-Löffel-Hauen dagegen hoch im Kurs. Schön sind auch die Fontänen, wenn etwas erst in den Mund genommen und dann im hohen Bogen wieder heraus befördert wird...
    Ich bin gespannt, wie das wird, wenn Nr. 2 sich das abguckt ;)

    Viele liebe Grüße und weiterhin gute Nerven

    Küstenmami

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