1. Februar 2015

In 10 Schritten zur Super-Mama


In Zukunft könnt ihr euch das Lesen von Diskussionen in Mama-Gruppen sparen. Ich habe das mal zusammengefasst ;-)




1.   Entbinde unbedingt auf natürlichem Weg, am besten zu Hause. Oder alleine im Wald. Ausnahmen lassen die Super-Mamas da nur unter ganz bestimmten Umständen zu, wenn du rechtzeitig einen schriftlichen Antrag stellst.

2.   Trage dein Kind den ganzen Tag im Tragetuch vor dir her bis dir der Rücken schmerzt. Nur so kannst du der ganzen Welt zeigen, wie innig das Verhältnis zu deinem Baby ist.

3.   Die einzig akzeptable Art, einen Säugling zu ernähren, ist das Stillen – AUSNAHMSLOS!!!!

4.   Koche unbedingt immer alles selbst, was dein Kind essen soll. Suche dir dazu möglichst ausgefallene Rezepte aus. Bedenke: Schon von einem Löffel aus einem Gläschen könnte dein Baby sofort vergiftet werden.

5.   Lasse das Baby immer in deinem Bett schlafen. Quetsche dich dafür an die äußerste Ecke deines Bettes und krümme dich so gut es geht nach vorne. Vielleicht kannst du so die Rückenschmerzen, die du dir tagsüber eingehandelt hast, ausgleichen.

6.   Besuche mit deinem Baby jeden Kurs, den du nur finden kannst: Babymassage, Babyschwimmen, PEKiP, Krabbelgruppen, Englisch für Babys,… Wenn die Vormittage verplant sind, finde Termine am Nachmittag. Bis zu drei Kurse lassen sich locker an einem Tag machen.

7.   Räume dein Haus immer perfekt auf und sorge dafür, dass es überall glänzt. Man weiß nie, wann die Super-Mamas unangemeldet zur Hausinspektion auftauchen. Vielleicht hast du aber Glück und bist da gerade beim Babyschwimmen. 

8.   Treffe dich niemals mit Freunden, denn dein Baby wird bleibende Schäden zurückbehalten, wenn du es für zwei oder drei Stunden dem Papa anvertraust. Von anderen Verwandten oder Babysittern brauchen wir erst gar nicht anzufangen… Bedenke: Du brauchst deine alten Freunde nun nicht mehr, in deinen ganzen Kursen lernst du andere Mamas kennen und kannst dich mit ihnen über wichtige Themen wie „die Häufigkeit des Stuhlgangs der Babys“ oder ob es schon bis 10 rechnen kann, austauschen.

9.   Bekomme unbedingt mindestens zwei Kinder. Es ist aus moralischer Sicht nicht zu verantworten, deinem Kind diese wichtige soziale Erfahrung zu verweigern. Ohne Geschwister wird es niemals ein vollwertiges Mitglied der Gesellschaft werden.

10.  Und nun kommt der wichtigste Tipp: Beobachte andere Mütter ganz genau, finde ihre Schwachstelle und merke sie dir gut. Nur so kannst du im passenden Moment zeigen, dass du eine viel bessere Mutter bist.

ODER: Mach dir keinen Stress, lerne dein Kind kennen und tue das, was für eure Familie passend ist. Denn nur wenn du dir ZEIT für dein Kind nimmst, mit ihm spielst und lachst, wirst du wissen, was ihm wirklich gut tut. DAS können dir die Super-Mamas nämlich nicht über dein Kind verraten!

In diesem Sinne: seid etwas toleranter, denn jede Mama versucht, das Beste für ihr Kind zu tun!!!!

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Kommentare:

  1. Eieiei :D Also ich kenne auch ne Menge Supermuttis und die haben mich immer fürs Stillen und Familienbetten und Tragen angeguckt als wär ich bekloppt... ;) Du hast es dann wohl mit einer Sub-Spezies, den Öko Supermuttis zu tun gehabt... wohnst du in einer Stadt? ^^ Ich war ja eher auf Dörfern am Start und da macht man das eben anders. Möglichst bald ein selbstständiges Kind, tausend Kurse da stimm ich dir zu, Kinderwagen (Buggy Fitness!!), Babysport schon mit 8 Wochen oder so... und immer die neuste Schicki Mode für die Kleinen.

    Liebe Grüße, Frida :)

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  2. Oh man, ich musste echt lachen beim Lesen :D:D:D Aber du hast ganz Recht: Ein wenig Toleranz schadet unter Müttern nicht, irgendwie ist doch jede auf ihre eigene Art und Weise eine Super-Mama :)

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  3. Ich kann dir zustimmen. Allerdings habe ich die Beobachtung gemacht, dass es solche Muttis nur im Internet gibt. Im meinem privaten Umfeld habe ich sie selten bis gar nicht gesehen. Als ich damals mein 1. Kind bekam habe ich in einem Internforum volle Breite einer Supermum abbekommen, nur weil ich meinem Kind Breiglässchen mit 5 Monaten geben wollte. Nein, man müsse seinem Kind erst ab 6 Monaten oder noch später Essen geben und wenn dann gleich richtig mit Fingerfood(BLW) - kein anderer Beikoststart ist akzeptabel! ...

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  4. Gut geschrieben,
    Aber leider muss ich dir wiedersprechen ;)
    Als supermama, darf man auf keinen Fall ausserklinisch gebären, auch eine Schwangerschaftsbetreuuung, bei der nicht alle 3 Wochen ein Ultraschall gemacht wird ist höchst Fahrlässig.
    Wenn du dein Kind länger als 6 Monate stillst, keinen Kinderwagen besitzt oder auf die Idee kommst dein Kind in deinem Zimmer schlafen lässt, verwöhnst du das Kind aufs gröbste und es wird nie selbständig werden ;)
    Ich finde Toleranz sollte in alle "Richtungen" funktionieren. Die ersten paar Punkte zreffen treffen ganz klar auf mich zu, nur hab ich vom Nonstop tragen kein einziges mal Rückenschmerzen gehabt ;)
    Und unser Bett ist so breit, dass sich alle ausbreiten können ;)
    Lustig ist doch jedoch, dass ich keine Langzeitstillende-tragende-familienbett-mama kenne die ihr Kind an hundert Kurse mitnimmt oder sauberkeitsfanatikerin ist ;)
    Ich denke das "Supermama"- Gen hat nichts damit zu tun, dass wie einen Mama es macht, sondern welche persönlich Persönlichkeit sie hat. Wahrscheinlich war sie schon Supermama bevor sie Kinder hatte und macht/e auch sonst alles im Leben perfekt und super ;)
    Lg

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  5. Klasse geschrieben....finde das auch alles sehr übertrieben. Ich habe sogar einige persönlich kennenlernen dürfen, nicht nur in Foren. Schlimm finde ich sowas, leider :( Am Schlimmsten finde ich immer, wenn ich sage, ich habe nicht gestillt (beim letzten Kind) und jaaaa, ich bin eine der dummen Mütter, die ihren Kindern mit Beginn (!) des 4. Monats Brei gegeben hat...ich könnte noch soviel mehr aufzählen, ich ecke überall damit an. Komisch nur, dass meine Kinder keinen Schaden genommen haben ;)

    LG Ivi

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  6. Trifft es auf den Punkt... ich lebe auf dem Dorf auf der schwäbischen Alb und mehr als einmal wurde ich schief angeguckt und es kamen Kommentar wie "stillen ist doch viel besser als das Pulverzeugs, also meine Tochter bekommt so lang es geht die Brust" oder "Wie du trägst deine Zwillinge nicht im Tuch, das wäre aber viel Besser für die Entwicklung" oder "Ich koche meinem Kind alles selbst, die Gläschen sind doch nicht gesund". Meine Antworten darauf sind klar: Wäre ich nicht fast verblutet bei der Geburt und danach nicht eine Woche vollgepumpt mit Medis auf der Intensiv gelegen hätte ich bestimmt auch beide voll gestillt! Wenn ich nach dem KH nicht 2 Monate im Bett gelegen hätte um selbst zu Kräften zu kommen und mein Rücken nicht auch ohne beide zu tragen schon schmerzen würde, hätte ich ein tolles XXL Tuch und würde beide darin mit mir rumtragen. Und meine beiden Jungs bekommen das allerbeste aus Biogläschen sanft gegart mit allen Vitaminen die sie brauchen, denn ich nutze die Zeit am Nachmittag lieber um mit den Zwillingen zu spielen, spazieren zu gehen und mit ihnen zu Lachen und abends bin ich auch gerne mal 2 Stunden mit Papa im Wohnzimmer und entspanne....

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