11. April 2015

Das merkwürdige Schlafverhalten zahnender Kinder zur Eingewöhnungszeit



 


Wenn es um das Thema Schlafen ging, habe ich mich fast nie getraut mitzureden. Der Kleine schlief früh durch und auch das „Ins-Bett-Bringen“ war nie ein Problem: Frische Windel, Schlafanzug, Schlafsack,  Gute-Nacht-Spruch, hinlegen, rausgehen, FERTIG!



Seitdem der Kleine in der Krippe ist, hat sich sein Schlafverhalten jedoch grundlegend geändert. 

 
Zuerst einmal findet er wohl, dass er jetzt groß ist. Und große Kinder halten selbstverständlich keinen Mittagsschlaf mehr! Er schläft in der Krippe mindestens eine Stunde und am Nachmittag ist er auch gut gelaunt. Da ich weder Lust noch Zeit –die Große ist ja auch noch da!- habe, mindestens eine halbe Stunde am Bett zu sitzen, bis er VIELLEICHT doch eingeschlafen ist, habe ich mich mit der neuen Situation abgefunden. Gut, ab fünf ist die Laune nicht mehr so prickelnd, aber es geht schon irgendwie.

ABER DANN soll er nach dem Abendbrei ins Bett. Das Ganze läuft nun so ab:

Frische Windel, Schlafanzug, Schlafsack, Gute-Nacht-Spruch, hinlegen, einen Schritt zur Tür machen: Geschrei!

Also setze ich mich auf den Stuhl, der mittlerweile neben dem Kinderbett steht, und halte die Hand des Kleinen. Er pult seine Fingernägel in mein Nagelbett und ist glücklich. Irgendwann kommt der Zeitpunkt, an dem man regelmäßiges Atmen hört. Ich teste vorsichtig, ob ich die Hand wegziehen kann. Sofort setzt der Schnappreflex des Kleinen ein und die Fingernägel sind noch tiefer im Nagelbett – Aua! Nach ein paar Minuten versuche ich es erneut und habe Erfolg! Jetzt muss man taktisch vorgehen! Steht man jetzt zu früh auf, hat man verloren und alles beginnt von vorne!

Ich versuche also möglichst geräuschlos aufzustehen und bleibe kurz an Ort und Stelle stehen, bevor ich zum Indianer mutiere. Vorsichtig mache ich den nächsten Schritt, warte wieder, mache noch einen Schritt,… Geschafft! Ich bin an der Tür. Dort lauert die nächste Gefahr: Das Licht! Schließlich muss ich die Tür öffnen, um rauszugehen und genau in diesem Moment, scheint das verräterische Licht ins Zimmer. Also schnell die Tür von außen wieder schließen! Aber auch hier muss man sorgfältig vorgehen. Am besten drückt man den Türgriff schon nach unten bevor man die Tür schließt. So ist die Chance höher, dass das Ganze geräuschlos geht!

Geschafft! Zumindest meistens. Manchmal kommt nämlich genau in diesem Moment ein lautes „Maaammmaaa“ von der Großen und alle Mühe war umsonst ;-)

Ich hoffe, diese lange Prozedur muss ich nicht mehr ewig machen und ich kann ihn bald wieder „normal“ hinlegen. Und bis dahin halte ich mich eben an den Leitspruch: Es ist nur eine Phase! :-)

Welche Gefahren warten auf dem Weg vom Kinderbett nach draußen denn auf euch?

Quellenangabe Foto: Pixabay

Kommentare:

  1. Juchu endlich mal ein Mama Blog, bei den vielen Blogs von Bloglovin. Darauf habe ich gewartet. Denn solche Blogs suche ich als werdende Mama gerade.
    Bin echt gespannt wie das Leben mit Baby wird.
    Das mit den Phasen habe ich auch schon gehört. Ich bin gespannt wie das bei uns so wird. Auf jeden Fall werde ich deinen Blog jetzt gleich mal zu meiner Bloglovin liste hinzufügen.

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    1. Hallo Judith! Ich freue mich über jede neue Leserin! Herzlich willkommen <3 und eine tolle Schwangerschaft wünsche ich dir! Liebe Grüße, Viola

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