14. April 2015

Die KITA-Eingewöhnung – eine Achterbahn der Gefühle



Da sitze ich nun im Flur der Kita und passe genau auf, ob ich mein Baby weinen höre… Heute könnt ihr nachlesen, wie die Eingewöhnung des Kleinen bei uns lief!


Vielen Müttern steht dieser Schritt früher oder später bevor. Ihr liebes, süßes Baby soll in die Krippe und somit in die Hände von Fremden gegeben werden. Welche Gedanken ich mir vor der Eingewöhnung gemacht habe, könnt ihr hier nochmal nachlesen.


Die ersten Tage der Eingewöhnung verliefen super. Ich war mit im Raum, habe anfangs noch bei der Erzieherin und dem Kleinen gesessen und „mitgespielt“ und bin dann immer häufiger auf den Besucherstuhl im Zimmer gegangen und habe den Kleinen mit den Kindern und der Erzieherin spielen lassen. 


Ab und zu kamen einige andere Krippenkinder zu mir und wollten mit mir spielen. Das Ganze hat sich eher nach einem Praktikum als nach Eingewöhnung angefühlt. Der Kleine hatte mächtig viel Spaß und hat kaum nach mir geguckt. Nur wenn er sich weh getan hatte, wollte er zu mir. 


Aber dann kam der Tag, an dem ich zum ersten Mal aus dem Zimmer gehen sollte. Da saß ich also im Flur der Kita und passte genau auf, ob ich mein Baby weinen höre. Das war auch einmal der Fall – als Mama hört man ja das Weinen des eigenen Babys aus tausenden heraus. Nun hieß es geduldig sein und nicht nachschauen. Das schafft er schon. Und tatsächlich ließ er sich schnell beruhigen und hat die restliche Zeit ganz lieb gespielt.



Es lief sogar so gut, dass ich am nächsten Tag schon kurz wegfahren sollte. Konnte man das fassen? Jetzt schon??? Dann ist der Kleine ja wirklich allein. Jetzt wurde es real.

Ich fuhr also kurz einkaufen. Als ich zurück kam hatte der Kleine gefrühstückt und kam glücklich zu mir gerobbt.


Langsam wurde es zur Routine den Kleinen morgens in die Gruppe zu bringen und mich dann gleich zu verabschieden. Als wir ankamen, wollte er gleich von meinem Arm und ist zu den Spielsachen gekrabbelt. Wenn ich mich verabschieden wollte, wurde ich öfter keines Blickes mehr gewürdigt. Da war ich ganz schön hin- und hergerissen. Sollte ich nun froh oder traurig sein? Ich entschied mich für die erste Möglichkeit und fuhr nach Hause – ein komisches Gefühl, wenn man GANZ allein zu Hause ist und nicht mal auf das Babyphone achten muss. 


Dann kam der nächste Schritt: Der Kleine schlief im Kindergarten und schließlich kam das Mittagessen dazu. Man kann also sagen, er ist nun eingewöhnt und es hat super geklappt! Ich bin ganz stolz auf den Kleinen.


Die Eingewöhnung hat mir bei ihm allerdings deutlich mehr zu schaffen gemacht als bei der Großen. Das lag sicher auch daran, dass die Große bei ihrer Eingewöhnung schon zwei war. Ein Jahr macht in diesem Alter ja schon eine ganze Menge aus! Und das schlechte Gewissen meldet sich durchaus immer mal wieder, auch wenn ich weiß, dass er dort wirklich gut aufgehoben ist!


Und hier noch ein paar Tipps rund um die Eingewöhnung:


1. Geht selbst mit einem guten Gefühl in die Kita! Die Kinder merken, wenn ihr euch selbst nicht wohl fühlt!


2. Erzählt immer mal wieder davon, wie schön es ist, jetzt in der Kita zu sein und mit den Kindern spielen zu können.


3. Habt Vertrauen in eurer Kind! Es wird es schaffen und dann viel Spaß haben!


4. Gestaltet den Start so positiv wie möglich! Wir haben z.B. eine kleine Feier zum Kita-Start gemacht - nur Mama, Papa, der Kleine und die Große. Es gab einen Bärchenkuchen und ein Geschenk. Darin war ein Kuschelkissen mit Foto von uns. So hat er seine Familie immer bei sich!



5. Schön ist es auch, wenn euer Kind ein Andenken an euch hat. In unserem Fall ist das das Kissen und wir haben ein Familienfoto auf die erste Seite seines Ordners geklebt, das er sich immer angucken kann!



6. Das Allerwichtigste ist aber: Habt Geduld und setzt euer Kind nicht unter Druck. Manchmal dauert es einfach länger. Das heißt nicht, dass es eurem Kind nicht gefällt, es muss sich eben noch an die neue Situation gewöhnen!


Wollt ihr einen Blick auf unsere KITA-Must-Haves werfen? Dann klickt hier!


Wie alt waren eure Kinder, als sie in die KITA gekommen sind? Hat es gut geklappt?

Kommentare:

  1. Es freut mich, dass die Eingewöhnung so gut geklappt hat! Unsere hatte so ca. vier Tage, in denen sie bei der Abgabe protestiert hat. Sobald ich aber weg war, hatte sie sich gefasst und auch schön gespielt. Inzwischen geht sie sehr gerne in den Kindergarten. Zur Eingewöhnung war sie 14 Monate alt.

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    1. Da hat es bei euch doch aber auch gut geklappt. Jetzt nach den Ferien habe ich das Gefühl, dass es ihm deutlich schwerer fällt und nun weint er beim Abgeben auch kurz. Ich hoffe, er gewöhnt sich schnell wieder an die neue Situation!

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  2. Meine Maus kam mit 2 Jahren in den Kindergarten. Die Eingewöhnung musste rucki zucki geschehen, weil ich überraschend einen Platz an der Uni bekam und es kurz danach losging. Dummerweise hatte sie gleich die ersten Krankheitserreger da mitgenommen und wurde noch in der Eingewöhnungszeit krank. Aber Aimee fiel es nicht schwer in den Kindergarten zu gehen und es hat alles recht gut geklappt. Da habe ich mehr getrauert als sie :)
    Freu dich, dass es so gut geklappt hat :)
    Liebe Grüße
    Jana

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