31. März 2016

Von Feiertagserfindungen und Ungerechtigkeiten



Wenn man Eltern wird, wird man automatisch zum Lügner! 


Denn schließlich ist man dann mittendrin in der Mühle von Osterhase, Weihnachtsmann, Christkind und Zahnfee – ob man will oder nicht.
 
Den harmlosesten Feiertag dabei finde ich Weihnachten, denn da bekommen sowieso alle Kinder viel zu viel. Da kann man nicht viel falsch machen ;-)

Heikler ist da die Zahnfee. Als ich ein Kind war, gab es die Zahnfee noch nicht – zumindest nicht in meiner Gegend. Aber mittlerweile hat sich das geändert. Schon im Kindergarten bekommen die ersten Kinder Besuch von ihr und man hört als Mutter Schreckliches. Von „XY hat einen Euro bekommen“ bis „YZ hatte eine Barbie unter dem Kopfkissen“ ist alles dabei und automatisch steht man als Eltern unter Druck. Natürlich soll die Zahnfee auch zum eigenen Kind kommen. Aber was soll sie bringen? Ich persönlich finde es wichtig, dass die Kinder nicht zu jeder sich bietenden Gelegenheit mit riesigen Geschenken überschüttet werden. Wie soll das später werden, wenn sie älter sind. Gibt es dann zu jedem kleinsten Anlass ein neues Handy?

Das gleiche Problem habe ich mit dem Osterhasen. Ich kenne es so, dass der Osterhase Eier versteckt und auch ein bis zwei kleine (!) Geschenke. Damit meine ich eine CD, ein Malbuch oder Ähnliches. So handhaben wir es hier auch – zumindest fast, denn natürlich bringt der Osterhase zu allen Omas nur was Kleines, aber das ist ein anderes Thema ;-)

Das Schwierige am Osterhasen ist aber, dass sich die gebrachten Geschenke oft um Welten unterscheiden UND über den Osterhasen natürlich unter den Kindern viel mehr gesprochen wird, als über die Zahnfee, denn der Osterhase kommt bei allen am gleichen Tag. Und schon wandelt sich bei dem ein oder anderen Kind ein eigentlich sehr schöner Tag, bei dem alle Kinder Spaß am Eiersuchen hatten, zu einer Enttäuschung. „Warum hat der Osterhase meiner Freundin so viel mehr gebracht als mir? Habe ich etwas falsch gemacht?“

Das finde ich wirklich sehr schade, aber leider ist das etwas, mit dem man als Eltern leben muss. Schließlich können alle Eltern das schenken, was sie für richtig halten. Und so versuchen wir immer einen Kompromiss zu finden. So kann man ja z.B. auch diese ganz besondere CD schenken, die sich das Kind sowieso schon lange gewünscht hat ;-)


Wie handhabt ihr das? Was schenkt ihr und waren eure Kinder vielleicht schon einmal enttäuscht? Wie seht ihr das als Eltern?


Ich bin wirklich sehr gespannt auf eure Ansichten und freue mich diesmal ganz besonders auf eure Kommentare!


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Kommentare:

  1. Tja , die Zahnfee kannte ich als Kind auch nicht. Weihnachten gibts auf jeden Fall mehr als zu Ostern, da gibts echt eine Kleinigkeit Ausnahme ist das bei uns in Kärnten, Österreich Ostern die Patenzeit ist. Da gibt es von den Paten immer ein tolles Geschenk. Ist bei uns natürlich schwierig. Zwei der Kleinen haben Paten da einer nicht. Geburtstag gibzts bei uns am Meisten.

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  2. Ich mache es mir einfach und lüge gar nicht. Meine Kinder wissen, dass sie die Geschenke von Verwandten und mir bekommen. Das gilt für Weihnachten, für Ostern, für Geburtstage; eben für alles, was es da so gibt. Ich finde, es macht das Leben leichter :) Unter anderem, weil sie wissen, wo unsere Grenzen sind. Wenn ich sage, etwas kostet zu viel,, schmollen sie vielleicht, aber akzeptieren es. Dann können sie immer noch Omas, Opas, etc. fragen. Oder wie mein Sohnemann schon, Taschengeldvereinbarungen machen.
    Und Konflikte, wegen der Meinungen anderer Kinder, gab es da auch noch nicht. Nikolaus und Osterhase kommen eben in den Kindergarten, das ist OK. Bei uns sind so viele Kinder mit verschiedenstem Religionshintergrund, da wurde das unter den Kindern nie richtig thematisiert.
    Aber auch, wenn meine Kinder wissen, "wie der Hase läuft", spinnen sie trotzdem so gerne und so phantasievoll herum, dass ich weiß, dass ich ihnen nichts genommen habe mit meiner Ehrlichkeit :)

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  3. Bei uns wird auch "gelogen". Ich finde den Zauber einfach so schön!
    Ostern gibt es auch hier nur eine Kleinigkeit...unser Hasenbub war kurz enttäuscht, dass er den gewünschten Bagger nicht bekommen hat, meinte dann aber gleich: Ach sooo - den wird das Christkind bringen! :) tja...

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  4. Hallo Viola,

    in meiner Kindheit gab es keine Zahnfee und auch nicht die Schnullerfee.
    Osterhase und Weihnachtsmann hingegen schon.

    Wir schenken zu Ostern maximal für 15€ pro Kind und die Kinder rechnen nicht damit. Wären dieses Jahr nur Süßigkeiten im Körbchen gewesen, hätten sie sich trotzdem gefreut. Wir schenke auch nur etwas, nicht die Familie. Sonst wäre es echt zu viel und wir schenken auch nur, weil es gerne machen und nicht weil wir es müssen.
    Beide Kinder wissen, dass es ein christliches Fest ist. Das gleiche gilt für Weihnachten. Wir sprechen die Weihnachtsgeschenke auch mit der Familie ab und wir achten drauf, dass wir Dinge an andere Kinder verschenken, die den gleichen Wert haben.

    Ganz liebe Grüße aus Burgdorf,
    Geli

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